So, … und hier nun der zweite Teil der Präblogära. Nachdem es im Jahr zuvor nach Osten ging, sollte dieses Jahr die westliche Hemisphäre Ziel unserer nächsten Tour sein - Südamerika mit Hauptziel Brasilien… und kleineren Abstechern in die Nachbarschaft.


Hinweis:

Rechtschreibfehler haben Tradition und gehören zum Kulturgut.


Arbeitstitel:

Daumenhoch und Lächeln

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Donnerstag, 18. August 2016

17.01.10 Lissabon – Salvador da Bahia



Da unser Anschlussflieger erst am Nachmittag ging, hatten wir den ganzen Vormittag für einen Stadtrundgang in Lissabon. 

Wir waren jetzt nicht so auf Sightseeing in Lissabon vornereitet – Stadtführer und Notebook hatten wir ausgerechnet nicht dabei. So folgten wir vom Hotel aus erst mal mehr oder weniger der Hauptstraße gen Süden. Ab und zu machten wir einen Abstecher in die Seitenstraßen. Allerdings musst man hier ganz schon auf Tretminen achten. 

Etwas weiter erreichten wir eine etwas größeren Platz, auf dem ein maximalpigmentierter Zeitgenosse zutraulich auf uns zu kam. Er erkannt wohl unsere gestrandete Notlage und wollte uns aus seinem Bauchladen ein paar kleine „Stimmungsaufheller“ anbieten. Wir mussten dankend ablehnen.

Unser Weg führte uns zur Kathedrale Igreja de Santa Maria Maior und zum Triumphbogen Arco da Rua Augusta.


Igreja de Santa Maria

Arco da Rua Augusta




Mittlerweile war es nach Mittag und wir orientierten uns mittels Taxi Richtung Flughafen. Diesmal waren wir rechtzeitig und wir bekamen unseren Flieger nach Salvador.

Die  Sitzabstände bei TAP waren wohl eher an die Durchschnittsgröße der Portugiesen angepasst, die demnach bei geschätztem 1 Meter Fünfzig legen müsste.

23Uhr Ankunft in Salvador da Bahia bei 30 Grad.

Da unsere Transportmittel einen Tag zuvor vergeblich auf uns gewartet haben wird, und wir niemanden über unserer Verspätung informieren konnten, blieb uns jetzt nur Eigeninitiative - also ab zum Taxistand. Der Standard war ein Corsa B Stufenheck mit verdunkelten Scheiben und automatischer Türverriegelung.

Wir fuhren erst eine ganze Weile auf der Schnellstrasse und bogen dann in eine Nebenstrass ab. Hier sah es aus wie 1945 – runtergerockte, unverputzte, vergitterte Häuser mit einbetonierten Glasscherben auf den Mauersimsen.

Dann kam so etwas wie eine Kneipe, mit einer davor verweilenden Menschenmenge, die schon ziemlich angetüttelt unterwegs waren und schon leicht die Kontrolle über ihre Körperfunktionen verloren hatten. Daneben Polizisten mit Maschinenpistolen in Vorhalte. Ein Stück weiter hielt das Taxi vor einer Haustür. Der Fahrer stieg aus und aus dem Eingang kam eine Person, die ich aufgrund der hautfarblichen Anpassung nicht weiter einordnen konnte. Es kam mir einen Moment der Gedanke des Überfallenwerdens – es war mittleiweile weit nach Mitternacht und die Gegend unwirtlich. Aber Entwarnung.

Mit dieser Person verschwanden unsere Taschen in dem Eingang. Ich drückte dem Taxifahrer das Geld in die Hand und wir eilten unserem Gepäck hinterdrein.

Die besagte Person schien der Portier der Pension zu sein, der natürlich kein Wort Englisch sprach. Jetzt mußten diesem klar machen, dass wir die Type waren, die bereits gestern ankommen sollten. Da ihm die Sache auch spanisch… äähm... portugisisch vorkam, rief dieser seinen Chef per Telefon an. 

Diesem konnten wir dann den Sachverhalt verklickern und checkten ein. Die Pension machte von innen einen sehr ansehnlichen Anblick im Kolonialstil. Unser Zimmer war nicht minder stilvoll eingerichtet. Allerdings relativierte sich der Blick auf den Balkon und in die Hintergasse.





Achja… mit Abendessen war dann natürlich auch nichts mehr – na Mahlzeit.

 Ich für meinen Teil war bedient und fertig mit der Reise, bevor diese überhaupt richtig begonnen hat. Aber vielleicht sieht es am nächsten Tag nicht mehr ganz so finster aus.

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